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Mitteldeutsche Zeitung: zu Nizza

Halle (ots) - Terror bedeutet Schrecken. Zum Schrecken gehört, dass er die Menschen unerwartet und damit unvorbereitet überfällt. Mit ihm ist immer zu rechnen, aber berechenbar ist er nicht. Der Terror der Gegenwart zielt oft auf Symbole, aber er benötigt sie nicht. Die Anschläge auf die Türme des World Trade Centers in New York am 11. September 2001, das Massaker an den Mitarbeiten der Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo, der Massenmord am französischen Nationalfeiertag - mal war der Tatort das Symbol (New York), mal waren es die Opfer (Charlie Hebdo), in Nizza war es die Tatzeit, alle drei symbolisieren die Freiheit der sogenannten westlichen Welt. Das macht sie für islamistische Terroristen populär, aber sie kommen jederzeit ohne sie aus. Das Einkaufsviertel in Bagdad, in dem vor einigen Wochen ein mit Sprengstoff gefülltes Fahrzeug mehrere Gebäude in die Luft jagte und 250 Menschen in den Tod riss, war offenkundig nur deshalb ausgewählt worden, weil sich an diesem Ort zu dieser Zeit viele Menschen aufzuhalten pflegen. Vielleicht auch das ein Symbol.

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