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Mitteldeutsche Zeitung: zu Krankenhaus-Morden

Halle (ots) - Beunruhigend ist weniger, dass solche Verbrechen in Krankenhäusern geschehen - sie sind der ideale Tatort -, Anlass zur Besorgnis sollte aber die regelmäßige Mitteilung geben, die Taten seien keineswegs dank des aufmerksamen Personals aufgedeckt worden oder aufgrund interner Sicherungsvorkehrungen. Vielmehr handele es sich um Zufallsfunde. Das bedeutet: Wird die Tat nicht gerade unter den Augen von Kollegen begangen oder überführt sich der Täter nicht selbst durch einen verhängnisvollen Fehler, wird kein Polizist, kein Staatsanwalt, kein Richter jemals davon erfahren. Im jüngsten Fall hatte die Klinikleitung auf ihren Verdacht gegen den Pfleger offenbar nicht mit der Einschaltung der Polizei reagiert, sondern den Mordverdächtigen mit einem guten Zeugnis weggelobt. Bis heute ist das Dunkelfeld bei Patiententötungen in Deutschland nicht vermessen worden.

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