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Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Innenpolitik Luft im Land verbessert - Experten aber besorgt wegen Abgasen

Halle (ots) - Die Luftqualität in Sachsen-Anhalt hat sich nach Auskunft des Umweltbundesamtes (UBA) in Dessau-Roßlau zwar deutlich gebessert - so ist die Belastung mit Schwefeldioxid, das vor allem beim Verbrennen von Braunkohle entsteht, seit 1990 um mehr als 90 Prozent gesunken. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe). Aber es gibt Schadstoffe, die noch immer große Sorgen bereiten. Dazu gehören vor allem Stickoxide und Feinstaub. Hauptquellen der Stoffe sind nach Worten von UBA-Sprecher Felix Poetschke Verbrennungsmotoren und Feuerungsanlagen für Kohle, Öl, Gas, Holz und Abfälle. Dabei sei der Verkehrssektor der einzige Bereich, dessen Emissionen seit 1990 nicht gesunken sind. Vor allem in Ballungsgebieten trage der Straßenverkehr am stärksten zur Luftverschmutzung bei, sagte Poetschke der Zeitung. Feinstaub und Stickoxide belasten Herz und Kreislauf und können zudem die Atemwege schädigen. Laut Umweltbundesamt werden an 60 Prozent der Messstationen im Land Werte registriert, die zeitweise deutlich über dem Grenzwert liegen. Für Stickoxide und Feinstaub beträgt das kritische Maß 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Nur an jeder vierten Messstelle wird die Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation eingehalten.

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