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Mitteldeutsche Zeitung: zur EZB-Entscheidung

Halle (ots) - Mit der Kritik an seiner Strategie kann Draghi leben. Ein Problem aber macht ihm zunehmend zu schaffen: Die Zweifel wachsen, ob Draghis Mittel wirken. Dann ist er nicht mehr der Super-Mario, sondern ein hilflos Suchender nach einer wirksamen Medizin für einen chronisch kranken Patienten. Auch deswegen erhöht die Notenbank die Dosis. Draghi versucht mit allen Mitteln, dem wachsenden Frust und dem um sich greifenden Pessimismus entgegenzuwirken. Hier zeigt einer, dass er handlungswillig und -fähig ist. Eines aber ist auch klar: Allein vermag eine Notenbank eine Wirtschaft im Krisenmodus nicht zu beleben. Mitspielen müssen auch die Regierungen mit Reformen und Impulsen, die das Wachstum fördern.

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