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Mitteldeutsche Zeitung: zum Brexit

Halle (ots) - Die Absage des Vereinigten Königreichs an eine "immer engere Union" scheint verschmerzbar, das Bekenntnis zur Wettbewerbsfähigkeit spricht vielen sogar aus der Seele. Und der zuletzt vorgelegte Kompromissvorschlag zum zeitweisen Entzug von Sozialleistungen für EU-Zuwanderer wurde so ausgestaltet, dass die Niederlassungsfreiheit unbeschadet blieb. Wenn die Tinte unter eine solche Vereinbarung trocken ist, mag sich Premier David Cameron als Gewinner feiern lassen. Er kann dann ein Referendum ansetzen und sich für den Verbleib in der EU aussprechen. Dass dies aber nur ein Pyrrhus-Sieg sein kann, wird man ihn spüren lassen, wenn er nach einer - möglicherweise - gewonnenen Volksabstimmung wieder nach Brüssel zurückkehrt. Denn die europäische Familie dürfte ihm dann klarmachen, dass es nun genug ist und die fast 50-jährige Geschichte britischer Bremsversuche in der Gemeinschaft ein Ende haben muss.

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