Mitteldeutsche Zeitung

Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/ Innenpolitik Nach Anschlag in Tröglitz: Ermittler treten auf der Stelle

Halle (ots) - Ein knappes Jahr nach dem Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft in Tröglitz (Burgenlandkreis) treten die Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft auf der Stelle. "Einen dringenden Tatverdächtigen gibt es weiterhin nicht", sagte Klaus Wiechmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Freitagausgabe). Damit wird immer wahrscheinlicher, dass der Fall ungeklärt zu den Akten geht: Die Untersuchungen der Polizei sollen "in den kommenden Wochen abgeschlossen und an die Staatsanwaltschaft übergeben werden", sagte Andreas von Koß, Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) gegenüber der Zeitung. Dann müsste die Staatsanwaltschaft anhand des Ermittlungsberichts entscheiden - Anklage oder Einstellung. Doch laut LKA ist die Lage seit Oktober unverändert: Damals hatten die Ermittler der Sonderkommission "Kanister" zwar einen Verdächtigen mit Kontakten in die rechtsextreme Szene präsentiert, Tage später wurde der Mann jedoch aus der Untersuchungshaft entlassen, da sich der Tatverdacht nicht erhärtete. "Seitdem gibt es keine neuen, entscheidenden Hinweise", so von Koß. Das Land Sachsen-Anhalt setzt weiterhin eine 20 000-Euro-Belohnung für Täter-Hinweise aus. Der Brandanschlag im April hatte deutschlandweit Bestürzung ausgelöst.

Pressekontakt:

Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

Weitere Meldungen: Mitteldeutsche Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: