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Mitteldeutsche Zeitung: zu Köln

Halle (ots) - Es gibt keinen Grund für einen letztlich rassistischen Generalverdacht gegen Muslime und Asylbewerber. Richtig bleibt auch, dass Sexismus die gesamte Gesellschaft durchzieht. Vor 20 Jahren erst stimmten CDU und CSU im Bundestag zu, Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe zu stellen. Da verbietet sich jede Überheblichkeit. Die Abwehr auf der politischen Linken, sich mit den Verbrechen von Köln auseinanderzusetzen, ist aber ebenso fatal. Denn Köln zeigt augenscheinlich, was sich schon vorher abzeichnete - dass in bestimmten Migrantengruppen Sexismus und Gewalt weit verbreitet sind. Darüber muss geredet und dagegen muss mit aller Härte vorgegangen werden. Nach Köln sieht die Welt anders aus als vorher. Es ist bitter. Doch es ist so.

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