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Mitteldeutsche Zeitung: zum Weltrisikobericht

Halle (ots) - Immer noch fehlt es in zahlreichen Ländern der Welt an stabilen lokalen Strukturen, die sowohl die Ausmaße von Naturgewalten als auch den Hunger selbst eindämmen können. Dabei sind viele Milliarden Euro in die Armenhäuser dieser Welt geflossen. Ein beträchtlicher Teil davon dürfte nie bei den Menschen selbst angekommen sein sondern hat wohl eher zur Stabilisierung autokratischer Systeme beigetragen. Was nutzen Investitionen, wenn sie konterkariert werden? Etwa, indem Binnenmärkte und Landwirtschaft dieser Regionen mittels fragwürdiger Freihandelsabkommen von Europa aus mit subventionierten Lebensmitteln zerstört werden. So lange der Westen seinem eigenen Vorteil gegenüber ärmeren Regionen Vorrang einräumt, bleiben finanzielle Hilfen nur ein billiger Versuch, das eigene Gewissen zu beruhigen.

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