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Mitteldeutsche Zeitung: zur deutschen Krisenpolitik

Halle (ots) - Und das Knäuel der Interessen Russlands, Amerikas, Europas und sogar Assads lässt sich nur entwirren, indem man sich auf das gemeinsame Anliegen konzentriert: den Terror des IS und den Krieg in Syrien zu beenden. Dafür braucht man den Diktator Assad. Man muss sich vorübergehend arrangieren können. Die Alternative der gewaltsamen Entmachtung darf seit dem Ende von Saddam Hussein als gescheitert gelten, ebenso die Kategorisierung ganzer Staaten als Schurkenverbund. Gute Mine darf der Westen dabei nicht machen. Menschenrechtsverletzungen muss er kritisieren. Realpolitik kann sogar idealistisch sein: Wenn man daran glaubt, dass Verhandlungen erfolgreicher sind als Kriege. Die Erfahrungen der letzten Jahre stützen diese These.

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