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Mitteldeutsche Zeitung: zum Fall Tugce

Halle (ots) - Bei dem Versuch, zwei vom nächtlichen Mob bedrohten Teenagern in einem Offenbacher Schnellrestaurant zu Hilfe zu kommen, fiel Tugçe A. nach unglücklichem Aufprall auf hartem Vorstadtpflaster für Wochen ins Koma und erlag später ihren Verletzungen. Ihr trauriger Tod hat die deutsche Öffentlichkeit sehr bewegt. Keine leichte Aufgabe für die Richter, die nun zwischen dem tatsächlichen Geschehen und den vielfältigen gesellschaftlichen Erwartungen zu unterscheiden hatten. Drei Jahre Haft für Körperverletzung mit Todesfolge entsprechen dem, was für eine solche Tat nach dem Jugendstrafrecht möglich ist. Für Tugçes Angehörige dürfte das zu niedrig scheinen. Ebenso wenig taugt es als Abschreckung für andere Jungmänner mit gestörtem Verhältnis zu Gewalt. Für einen Staat indes, der Licht ins Dunkel einer solchen Geschichte bringen muss, ist es angemessen.

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