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Mitteldeutsche Zeitung: zu Israel

Halle (ots) - Die Last der Geschichte bremst noch immer den Schwung, den Beziehungen zu anderen Staaten bisweilen unverkrampft erleben. Die historische Schuld Deutschlands am Holocaust ist nicht zu tilgen, die Verantwortung für den Kampf gegen den Antisemitismus besteht fort. Daran gibt es auch keinen Zweifel. Wenn aber Israels Ex-Botschafter in Deutschland, Avi Primor, Berlin ermuntert, Jerusalem gegenüber kritischer aufzutreten, ist das ein Fingerzeig. Nicht in die Richtung, den jüdischen Staat für alles in die Pflicht zu nehmen, was in Nahost schiefläuft. Wohl aber zu mahnen, dass auch Israel Verantwortung für einen gerechten Frieden hat. Vielleicht fremdelt Israel ja gar nicht mit Kritik. Vielleicht eher Deutschland - dabei, sie zu üben. Das macht es schwierig. Die Freundschaft aber würde es nicht trüben. Und das Verhältnis wäre um einiges normaler, so speziell es auch ist.

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