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Mitteldeutsche Zeitung: zur Stasi-Unterlagenbehörde

Halle (ots) - Jahn hat in der ersten Hälfte seiner Amtszeit agiert wie einer, der Bäume ausreißen möchte. Es schien, als wolle er die Stasi-Unterlagenbehörde zu einer Bildungsinstanz profilieren, um sie so auf Dauer zu stellen. Zuletzt wurde aus dem Helden des Aufbruchs ein Held des Rückzugs, der Veränderung propagiert. Der Ex-Dissident Jahn weiß: Wenn er sein Amt behalten will, muss er sich den politisch Verantwortlichen unterordnen. Aktuell deutet viel darauf hin, dass sie die Bereiche Bildung und Forschung ab 2019 aus der Behörde ausgliedern und die Akten ans Bundesarchiv andocken werden - in Form einer Stiftung, die Opfern zeigt: Das ist kein Schlussstrich. Jahn hat seit der Amtsübernahme von der Wucht seiner Biografie und seinem Eifer gelebt. Den Apparat hat er nur bedingt in den Griff bekommen. Nun beugt sich der Behördenleiter. Er muss.

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