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Mitteldeutsche Zeitung: zur Wortwahl in der Griechenland-Krise

Halle (ots) - Wer vertraulich mit Abgeordneten der Regierungsparteien spricht, bekommt ein anderes Bild. Im Handumdrehen brechen die Dämme. Litaneien quellen hervor irgendwo zwischen Unverständnis und Enttäuschung, Verzweiflung und Zorn darüber, wie man sich von der griechischen Regierung vorgeführt und betrogen fühlt. Dass sie auch noch versucht, die Frage der aktuellen Staatsschulden mit der moralischen deutschen Schuld im Zweiten Weltkrieg zu verrechnen, empfinden konservative Abgeordnete als Schlag unter die Gürtellinie. Die griechische Frage zielt ins Herz ihrer marktwirtschaftlichen Überzeugung: Wie lange kann man ein Land alimentieren, das nicht bereit zu sein scheint, selbst etwas für seine Sanierung zu tun?

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