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Mitteldeutsche Zeitung: zu Griechenland

Halle (ots) - Ob die Haushalts-Rechnungen Athens diesmal aufgehen, bleibt fraglich, ja muss bezweifelt werden. Vielen harten Strukturreformen hat Tsipras zugestimmt. Ob sie jemals kommen, ist aber ungewiss. Den Kampf gegen Steuerflucht zu verschärfen und die Reichen stärker zur Kasse zu bitten, haben schon viele versprochen. Man kann daher die Vereinbarung einen faulen Kompromiss nennen, wie er typisch geworden ist für Europa. Man sollte aber hinzufügen: Es ist ein guter fauler Kompromiss. Denn die Alternative, Griechenland sich selbst zu überlassen und den Verfall der Währungsunion hinzunehmen, hätte viel größeren Schaden bewirkt.

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