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Mitteldeutsche Zeitung: zur AfD

Halle (ots) - Mag sein: Da ist zur Euro-Kritik aus Potsdam die Putin-Versteherei dazu gekommen, aus Dresden das Islam-Bashing und seit einiger Zeit insgesamt ein diffuses Bedürfnis, dass die Welt sich, bitteschön, nicht so schnell ändern soll. Aber die Mischung macht auch in diesem Fall den Erfolg. Und der AfD-typische Mix von kühl daher kommender ökonomischer Kritik und gefühligem Konservatismus (mit einem Tröpfchen reaktionären Geistes) - die verkörpert Bernd Lucke mit Abstand am besten. Sein Brandenburger Widersacher Alexander Gauland hat es auf den Punkt gebracht: Eine Eskalation des Machtkampfes der Egos hätte das Projekt einer Partei jenseits der CDU gefährdet. Wer auf dem engen Feld, das dem Konservatismus diesseits des rechtsradikalen Sumpfes bleibt, dauerhaft über fünf Prozent der Wähler überzeugen will, darf niemanden so leicht verprellen. Bisher gelingt das der AfD.

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