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Mitteldeutsche Zeitung: Charlie Hebdo Streit in Deutschland über Änderung des Blasphemie-Paragrafen

Halle (ots) - Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, hält nichts davon, unter dem Eindruck des Attentats auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" den Blasphemie-Paragrafen zu ändern. "Es gibt keinen Sinn, die Ereignisse in Paris zu instrumentalisieren für eine Debatte, die man, wenn man sie überhaupt führen will, aus einer solchen Situation herauslösen muss", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Online-Ausgabe). "Insgesamt hat der Paragraf nur eine ganz begrenzte Wirkung - wenn überhaupt. Denn die Praxis zeigt, dass es kaum möglich ist, zu entsprechenden Abgrenzungen zu kommen." Glück fuhr indes fort: "Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Aber ein gewisser Respekt vor anderen Kulturen und Religionen wäre durchaus auch ein guter zivilisatorischer Standard." Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hatte sich für eine Streichung des Blasphemie-Paragrafen ausgesprochen. Die CSU hingegen möchte ihn verschärfen. Gotteslästerung und Religionsbeschimpfung sind in Deutschland nach Paragraf 166 Strafgesetzbuch strafbar, wenn dadurch die öffentliche Ordnung gestört wird.

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