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Mitteldeutsche Zeitung: zu G-20-Gipfel/Russland

Halle (ots) - Der Westen hat Russlands Empfindlichkeiten und Interessen in der Vergangenheit unterschätzt. Doch nun ist das Kind in den Brunnen gefallen. Es kann keine Lösung geben, ohne dass eine Seite ihr Gesicht verliert. Putin bricht in der Ukraine internationales Recht. Sein Kurs findet im eigenen Land Unterstützung - getreu der Losung: Wir sind wieder wer! Der Westen kann die eigenen Prinzipien wie das der Selbstbestimmung und territorialen Integrität der Ukraine nicht über Bord werfen. Täte er es, wäre er nicht mehr, was er zu sein beansprucht: eine Wertegemeinschaft. Selbst wenn sie wollten: Die Kontrahenten könnten aus ihren Stellungen gar nicht heraus.

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