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Mitteldeutsche Zeitung: zu Bahnstreik

Halle (ots) - Innerhalb weniger Tage ließ Gewerkschaftschef Claus Weselsky drei Gelegenheiten ungenutzt, den Kurs kompromissloser Konfrontation zu verlassen: Ein Schlichtungsangebot der Bahn wurde ebenso abgelehnt wie zwei Vermittlungsversuche der hessischen Arbeitsgerichte. In weiten Bevölkerungskreisen schwand das Verständnis für die Belange der Lokführer. Eine Minigewerkschaft legt für das Recht, ein paar hundert Zugbegleiter vertreten zu können, auf Tage das halbe Land lahm? Das war den Menschen nicht zu vermitteln. Vielen Lokführern wohl auch nicht. Offenbar ist es dem Widerstand einer wachsenden Zahl von GDL-Mitgliedern zu verdanken, dass Weselsky einlenkte. Damit ist der Konflikt aber keineswegs beendet. Gespräche zu seiner Lösung haben noch nicht einmal begonnen. Man kann nur hoffen, dass die Lokführer ihren Chef nun auf Kurs halten: Volldampf voraus, in Richtung Kompromiss.

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