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Mitteldeutsche Zeitung: DDR-Geschichte Einbruch bei Nachfragen auf Einsicht in die Stasi-Akten ist gestoppt

Halle (ots) - Die Zahl der Anträge von Bürgern auf Einsicht in ihre Stasi-Akten geht im 25. Jahr nach dem Mauerfall zurück, dies allerdings weit weniger stark als im Jahr zuvor. Das berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" (Dienstag-Ausgabe) unter Berufung auf neueste Zahlen der Stasi-Unterlagenbehörde. Wie ein Behördensprecher dem Blatt erklärte, stellten in den ersten drei Quartalen des Jahres 2014 genau 46 480 Bürgerinnen und Bürger Anträge auf Auskunft, Einsicht und Herausgabe von Akten. Von Januar bis September 2013 hatte es noch 48 365 solche Anträge gegeben. Der gravierende Einbruch des vorigen Jahres ist damit gestoppt. Damals hatte der Rückgang zirka 25 Prozent betragen. In Jubiläumsjahren wie diesem ist das Interesse an den Stasi-Akten traditionell höher. Das dürfte auch 2015 so sein, wenn sich die deutsche Einheit zum 25. Mal jährt. Insgesamt gingen bis Ende September 2014 exakt 59 361 Anträge bei der Stasi-Unterlagenbehörde ein. Darin eingeschlossen sind neben den genannten Bürgeranfragen auch Anträge auf Stasi-Überprüfung von Mitarbeitern im öffentlichen Dienst, Rechercheanfragen von Journalisten und Wissenschaftlern sowie Auskunftsersuchen von Stasi-Opfern im Zusammenhang mit Wiedergutmachung und Opferrenten.

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