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Mitteldeutsche Zeitung: zu Schäuble-Kritik/AfD

Halle (ots) - Die Fremdenfeindlichkeit, die er ihr vorhält, ihre Instrumentalisierung der Ausländerkriminalität und die Verunglimpfung offener Grenzen, sind inzwischen unverwechselbare Erkennungsmerkmale der Partei. Das können nur Blinde übersehen. Aber Schäuble sieht sehr gut, und er erkennt die verblüffenden Ähnlichkeiten der AfD mit den Republikanern, die in den 90er Jahren im baden-württembergischen Landtag saßen. Schäuble kann nicht nur gut sehen, er ist auch nicht stumm. Das unterscheidet ihn - zweitens - wohltuend von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die auch in der Auseinandersetzung mit den fremdenfeindlichen National-Konservativen auf die Kraft der Wortlosigkeit vertraut. Aber die Stille, die die CDU-Chefin verbreitet, wird von den aggressiven Parolen der AfD vertrieben. Die sind es, die ins Gehör und ins Hirn dringen, nicht das beredte Schweigen der Kanzlerin. Es genügt ein Blick auf die Resultate der vergangenen Wahlen, um zu wissen, dass Merkels Strategie gescheitert ist.

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