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Mitteldeutsche Zeitung: zu Schottland

Halle (ots) - Die Autonomie-Bestrebungen der Schotten ebenso wie der Katalanen, der Flamen oder Südtiroler sind die Quintessenz politischer Fehler der Vergangenheit. In vielen zentral regierten EU-Ländern werden die Regionen als politische Größe vernachlässigt. Das führt zu Geringschätzung, ja politischer Bevormundung. Dass Abspaltung, Eigenständigkeit oder gar Trennung vom "Mutterland" immer nur die zweitbeste Lösung sein können, stimmt zwar. Aber vielen erschien sie das einzige Mittel, um sich aus der politischen Zwangsjacke zu lösen. Was Premier Cameron nun an Autonomie anbot - eine Aufwertung der Selbstverantwortung aller britischen Regionen - hätte längst vollzogen werden müssen. Nicht nur in Großbritannien. Auch in Rest-Europa. Die Menschen wollen zwar Europäer sein, aber vor allem Rheinländer, Sachsen-Anhalter, Schotten oder Katalanen.

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