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Mitteldeutsche Zeitung: zu Mollath

Halle (ots) - Der Fall Mollath hat uns auch klar gemacht, dass Psychiatrie und Justiz ein gefährliches System bilden. Gesetze müssen geändert werden. Es ist nicht zu verantworten, dass Angeklagte für Bagatell-Delikte jahrelang in eine Anstalt eingewiesen werden können. Ebenso unmöglich sollte es sein, dass ein Psychiater, der einen Patienten im Notdienst betreut, sich strafbar macht, wenn er nicht mit ihm redet. Dass er aber - wie im Fall Mollath - vor Gericht folgenschwere Gutachten vortragen kann, ohne mit dem Straftäter gesprochen zu haben. Der Fall Mollath ist so lange nicht zu Ende, so lange Psychiatrie, Justiz und Gesetzgeber nicht elementare Lehren aus ihm gezogen haben.

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