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Mitteldeutsche Zeitung: zur Bahn

Halle (ots) - Man kann dem Unternehmen nicht vorwerfen, dass es die Vergabe angefochten hat - das gehört zum Geschäft. Dreist ist aber, dass die Bahn nun so tut, als habe sie mit der Misere nichts zu tun. Sie hat die Verzögerung mit ihrem Einspruch erst ausgelöst - in dem Wissen, dass es Termindruck geben kann. Mitbewerber Abellio hat sich aus einem Rennen zurückgezogen, das er am Ende nicht mehr gewinnen konnte. In Deutschland ist die Firma, trotz ihres Eigners Niederländische Staatsbahnen, vergleichsweise klein. Sie wäre kaum in der Lage gewesen, Ersatz für nicht gelieferte Züge zu organisieren. Die Bahn dagegen wird aus ihrem bundesweiten Fuhrpark Fahrzeuge abziehen, die den Kriterien der Nasa wenigstens halbwegs genügen werden. Vertragsstrafen wird sie verschmerzen. So ist die Lieferpanne auch ein Lehrstück über ungleichen Wettbewerb.

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