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Mitteldeutsche Zeitung: zu Merkel-Obama

Halle (ots) - Wer das Verständigungsangebot des heutigen Präsidenten so kühl zurückweist wie Merkel dies ausweislich der Worte ihres Sprechers getan hat, der will sich nicht vertragen. Auf der anderen Seite muss das, was Obama anzubieten hatte, so nichtig sein, dass sie es ignorieren musste. Man habe die Ansichten über die Zusammenarbeit der Geheimdienste ausgetauscht, hieß es nach dem Telefonat. Weniger geht kaum. Aus der prinzipiellen Amerikafreundin Angela Merkel ist eine sehr distanzierte Partnerin geworden. Allerdings kommt sie so zunehmend unter Druck, tatsächlich etwas zu unternehmen - zum Beispiel, die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen in Frage zu stellen. Das wäre ein Signal wie einst Schröders Nein zum Irak-Krieg, worüber die deutsch-amerikanische Freundschaft am Ende auch nicht zerbrochen ist.

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