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Mitteldeutsche Zeitung: zu Rückendeckung für Juncker

Halle (ots) - Das eigentliche Signal dieses Beschlusses aber geht in Richtung der Staats- und Regierungschefs. Von denen wollen sich die Parlamentarier nicht länger vorschreiben lassen, wen sie bitteschön zu wählen haben. Doch genau das wird das Problem. Jeder Kandidat für den wichtigsten Job in der EU an der Spitze der Kommission braucht die Unterstützung auch der Chefs. Wenn die nicht mitziehen, kann das Parlament nichts tun - außer Widerstand zu leisten. Juncker kennt die Tricks der EU-Gipfel. Er gilt vielen als ein Mann, der nicht einfach zu handhaben ist. Das widerspricht der Strategie der Staats- und Regierungschefs. Die wollten nämlich nie einen charismatischen, programmatischen Präsidenten, der ihnen die Schau stiehlt, sondern einen willfährigen Erfüllungsgehilfen. Das ist Juncker nicht.

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