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Mitteldeutsche Zeitung: Gesundheit Kassenärztliche Vereinigung reformiert Ärztlichen Bereitschaftsdienst in Sachsen-Anhalt

Halle (ots) - Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalts plant eine Reform des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes. So werden derzeit die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Anrufer generell mit der zentralen Nummer 116117 direkt mit dem diensthabenden Arzt oder der lokalen Zentrale verbunden werden. Am 1. Oktober dieses Jahres soll dieser Prozess abgeschlossen sein. "Von diesem Zeitpunkt an gilt dann nur noch die 116117", sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalts, Burkhard John, der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe). Bisher gibt es noch eine Vielzahl von regionalen Nummern - Leitstellen, Praxisnummern oder Handynummern des diensthabenden Arztes. Gleichzeitig werden die Bereiche für den Bereitschaftsdienst von derzeit 72 auf 37 verringert. Durch größere Bereiche soll eine übermäßige Belastung von Landärzten verhindert werden. In den vergangenen Jahren seien immer mehr hausärztliche Praxen im ländlichen Bereich geschlossen worden, sagt John. Zwar habe es einen Zuwachs an Fachärzten gegeben. Die hätten sich jedoch eher in den Städten angesiedelt. Die Folge: Der Bereitschaftsdienst im ländlichen Bereich laste auf immer weniger Schultern. Dagegen seien die städtischen Ärzte relativ selten an der Reihe. John sieht darin auch einen Grund dafür, dass Landarztstellen oft als unattraktiv angesehen werden. Zudem erhalten alle Bereiche Fahrzeuge mit einem als Rettungssanitäter ausgebildeten Fahrer. In einigen der 37 neuen Bereichen werden derzeit außerdem Bereitschaftspraxen aufgebaut. "Sie geben zu Kernzeiten dem Patienten die Möglichkeit, den Bereitschaftsarzt selbst aufzusuchen", erklärt der KV-Chef. Den Ärztlichen Bereitschaftsdienst nutzen in Sachsen-Anhalt pro Monat etwa 8200 Menschen. Er versorgt außerhalb der Sprechzeiten Patienten, die mit ihrem Leiden normalerweise ihren Hausarzt aufsuchen würden.

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