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Mitteldeutsche Zeitung: zu Tebartz-van Elst

Halle (ots) - Tebartz' letzte Verteidiger werden sich jetzt in den hintersten Winkel ihres ideologischen Bunkers zurückziehen und weiter an der Legende von einem Bombardement auf den wehrlosen Bischof basteln. Franziskus aber sitzt nicht hinter Betonmauern. Vielmehr sprengt er sie mit seinem revolutionären Urteil über eine Kirche, die an ihrer Verschlossenheit und Selbstversessenheit krankt. Zur Heilung gehört das Lernen. Die Kirche braucht ein professionelleres "Recruiting" ihres Spitzenpersonals unter Mitwirkung der Gläubigen und ein System kollegialer Kontrolle. Vor allem aber muss ein Paradigmenwechsel Wirklichkeit werden: Die Autorität des geistlichen Amtes besteht nicht im Durchmarsch, sondern in der Suche nach gemeinsamen Wegen und im Geleit. Das ist das eigentliche Drehmoment der "franziskanischen Wende".

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