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Mitteldeutsche Zeitung: zu Ursula von der Leyen

Halle (ots) - Ein Teil ihrer Popularität, erst als Frauen-, dann als Sozial-ministerin, beruhte auf dem Mut, sich vom Mainstream in CDU und CSU abzusetzen. Dass sie ihrer Partei auf diese Weise neue gesellschafts-politische Horizonte erschloss - davon profitieren inzwischen sogar ihre ärgsten Gegner. Im Verteidigungsministerium könnte die Operation komplizierter werden. Denn diesmal ist die Öffentlichkeit eher auf der Seite Volker Kauders und Horst Seehofers (von der Linken ganz zu schweigen), die Auslandseinsätze der Bundeswehr mit großer Skepsis betrachten. Nun wird die Ministerin nicht müde zu betonen, Militär allein könne nichts ausrichten. Aber sie versteht genug vom politischen Marketing, um zu wissen: Allen Relativierungen zum Trotz werden ihre Einlassungen als Plädoyer für mehr militärisches Engagement verstanden

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