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Mitteldeutsche Zeitung: zu Draghi-Äußerungen

Halle (ots) - Es zeugt nicht gerade von Sensibilität, wenn man mit den Sorgen der Menschen so umgeht. Zugegeben, der auch in Deutschland kritisierte, von Draghi durchgesetzte Kurs, im Zweifel unbegrenzt Staatsanleihen kriselnder Staaten aufzukaufen, hat für eine eine Beruhigung der Finanzmärkte gesorgt. Doch Einlösen musste Draghi dieses risikoreiches Versprechen glücklicherweise bislang nicht. Und auch seine Niedrigzinspolitik birgt Risiken. Sie könnte zu neuen Spekulationsblasen führen. Draghi hat nicht das Allheilmittel gegen die Krise gefunden. Bisher hat er viel Glück gehabt. Er täte daher gut daran, die Sorgen ernst zu nehmen, statt sie zu diffamieren. Sonst besteht die Gefahr, dass man bald über eine perverse Geldpolitik der EZB sprechen muss.

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