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Mitteldeutsche Zeitung: zu Bio-Kraftstoffen

Halle (ots) - Studien haben wissenschaftlich belegt, dass die Klimabilanz von Biokraftstoffen weit weniger gut ausfällt als ursprünglich angenommen. Doch dies ist kein Grund, nun beim Biodiesel Tabula-Rasa zu spielen. Der Biosprit wurde auch eingeführt, um die große Abhängigkeit von Öl zu minimieren. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. In Europa, wo die Bauern vor einigen Jahren noch Geld erhielten, damit sie Flächen stilllegen, ist ein Nebeneinander von Biosprit- und Nahrungsmittelproduktion möglich. Die Biokraftstoff-Firmen arbeiten zudem daran, künftig nicht Raps oder Weizen, sondern Stroh als Rohstoff einzusetzen. Für die Forschung benötigen sie Zeit. Werden nun Strukturen zerschlagen, wird eine sinnvolle Entwicklung gestoppt. Lachender Dritter sind die ach so ökologisch produzierenden Ölmultis.

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