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Mitteldeutsche Zeitung: Vermischtes/Sicherheit Tiertrainer fordert nach tödlichem Hunde Angriff allgemeine Pflicht zur Hundeschule

Halle (ots) - Zwei Tage nach der tödlichen Beißattacke eines Rottweilers auf einen Dreijährigen in Zörnigall (Landkreis Wittenberg) werden immer mehr Fragen nach der Verantwortung laut. "Man muss in der Lage sein, einen solch großen Hund in die Schranken zu weisen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das einer 76-jährigen Frau gelingt", sagte der Vize-Chef des Allgemeinen Deutschen Rottweiler-Klubs, Gerhard Diedrich der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Dienstag). Der Dreijährige war am Samstag zu Besuch bei seiner Urgroßmutter, bei der der Rottweiler und ein Boxer in Pflege lebten. "Das Problem ist, dass viele ihren Hund verharmlosen und ihm keine Grenzen setzen können", sagt Christian Jankowski, Hundetrainer in Wittenberg. "Ein Hund ist ein domestiziertes Raubtier, da bleibt immer ein Restrisiko - auch wenn er noch so gut ausgebildet ist." Jankowski plädierte für eine Pflicht zum Besuch der Hundeschule für alle Halter. 80 Prozent der Ausbildung bezögen sich auf den Menschen - "er muss begreifen, wie er einen Hund zu führen hat."

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