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Mitteldeutsche Zeitung: Politik/Extremismus/Vereine Deutscher Olympischer Sportbund fordert Entlassung rechten Fußballtrainers in Sachsen-Anhalt

Halle (ots) - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat im Fall des rechtsextremen Jugendtrainers Lutz Battke aus Laucha (Burgenlandkreis) Druck auf den Landessportbund (LSB) ausgeübt. Nach Informationen der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Samstagausgabe) hat DOSB-Präsident Thomas Bach den LSB bereits im Juni schriftlich aufgefordert, den Lauchaer Verein BSC 99 zu einer Trennung von Battke zu bewegen. Der BSC weigert sich bisher, den Übungsleiter rauszuwerfen. Sportminister Norbert Bischoff (SPD) kritisierte die zögerliche Haltung des Landessportbundes in dem Fall: "Ich bin davon ausgegangen, dass der LSB da schon länger seine Fühler ausgestreckt hat", sagte Bischoff dem Blatt.

Hintergrund ist der Überfall auf einen in Laucha lebenden jungen Israeli Mitte April. Der mutmaßliche Täter gehört ebenfalls dem Verein an, ist mittlerweile aber vom Spielbetrieb suspendiert. Nachdem der Angriff bekannt geworden war, stieg der Druck auf den Verein, sich von Battke zu trennen. Der Präsident des Landessportbundes, Andreas Silbersack, will erst nach dem Überfall erfahren haben, dass Battke bei dem Verein den Nachwuchs trainiert. "Dann haben wir sofort reagiert", sagte er der Zeitung. So sei dem BSC in einem Gespräch am 28. Juni in Naumburg deutlich gemacht worden, dass ein rechtsextremer Trainer nicht geduldet werde. Der Brief von Bach habe sich mit diesen Aktivitäten überschnitten.

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