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Mitteldeutsche Zeitung: zu "Reichsparteitag"

Halle (ots) - Es war völlig daneben, als ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein meinte, Miroslav Kloses Torerfolg sei ihm "ein innerer Reichsparteitag". Die Formulierung stammt aus der Nazizeit, so wurde der Pomp der NSDAP-Parteitage ironisiert. Wir leben aber gottlob nicht mehr in der Nazizeit, und "KMH" hat es auch nicht ironisch gemeint, sondern als ernsthaftes Bild für große Genugtuung. Gleichwohl muss man den Ball flach halten. Müller-Hohenstein hat kein braunes Gedankengut verbreitet. Sie hat sich ein unnötiges Sprachfoul geleistet - aber keine Worttätlichkeit, die eine Rote Karte verdiente. Selbstverständlich soll sie weiter moderieren. Mit einem klärenden Wort des Bedauerns in der nächsten Sendung bricht sie sich aber auch keinen Zacken aus der Krone.

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