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Mitteldeutsche Zeitung: zu Bayern-Wahl

    Halle (ots) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird das mit Sorge betrachten. Das Formtief der Schwesternpartei ist zu einem ernsten Problem für die Union geworden. Zumal seit gestern klar ist, dass es keine politischen Erbhöfe mehr gibt, die uneinnehmbar sind. Die Verluste der CSU haben vor allem Freien Wählern und Liberalen genutzt, nicht aber der SPD. Die Sozialdemokraten sollten sich fragen, wie schwach ein politischer Gegner eigentlich sein muss, damit die SPD davon profitiert. Die Wellen des politischen Bebens in Bayern werden bis nach Berlin deutlich spürbar sein. Der gestrige Tag hat erneut gezeigt, dass die großen Volksparteien schwächeln. Ein Blick auf den Kalender wird manchem Strategen in den Parteizentralen den Schweiß auf die Stirn treiben: nur noch zwölf Monate bis zur Bundestagswahl.

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