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Mitteldeutsche Zeitung: zu Kaukasus

    Halle (ots) - Der rhetorische Rückgriff auf den Kalten Krieg hat auch etwas mit der Sehnsucht nach klaren Feindbildern zu tun. Bis zum Jahr 1989 wusste man genau, wo der Gegner stand. Und zugleich war die Androhung gegenseitiger Vernichtung durch Nuklearwaffen zumindest für Europa der Beginn einer langen Friedensperiode, die in der Geschichte ihres gleichen sucht. Ernst zunehmende andere Feinde gab es nicht. Heute ist die Lage unübersichtlicher. Die asymmetrische Bedrohung und islamistischer Terror schaffen ein viel diffuseres Gefühl von Unsicherheit für jeden einzelnen. Tatsächlich gibt sich Russland gegenüber seinen Nachbarn heute wieder ähnlich dominant wie die UdSSR. Eine demokratische und zivile Weiterentwicklung des Landes ist nicht zu erkennen.  Aber anders als während des Kalten Krieges ist Russland eben nicht mehr nur Gegner, sondern zwangsläufig auch Partner.

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