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Mitteldeutsche Zeitung: Politik/Rechtsradikalismus Sachsen-Anhalt will neonazistische HDJ verbieten lassen

    Halle (ots) - Sachsen-Anhalt will die neonazistische Jugendorganisation "Heimattreue Deutsche Jugend" (HDJ) verbieten lassen. Wie die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstagausgabe) berichtet, setzt sich das Land beim Bund für ein entsprechendes Verbot ein. "Wir sind der Auffassung, dass die HDJ formal und inhaltlich große Nähe zur verbotenen Wiking-Jugend hat", sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Magdeburg dem Blatt. Damit gebe es genügend Gründe, gegen den Verein vorzugehen. Aktivitäten und Strukturen der HDJ in Sachsen-Anhalt seien dem Innenministerium aber nicht bekannt. Zuständig für ein Verbot wäre das Bundesinnenministerium, das sich nicht dazu äußern will. Nach Informationen der Zeitung ist Berlin jedoch bestrebt, den Vorstoß aus Magdeburg zu unterstützen. Entschieden sei aber noch nichts, hieß es, es müsse noch Gespräche geben. Vor wenigen Tagen hatte die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern ein Zeltlager der HDJ mit knapp 40 Jugendlichen in Uniformen aufgelöst. Die Ermittler fanden Handtücher mit Hakenkreuzen und alte Landkarten, auf denen die Kinder das Memelland oder die Nordmark einzeichnen sollten.

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