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Mitteldeutsche Zeitung: Betrug bei Sparkasse Mansfeld-Südharz Fälscher manipulieren Bank-Automaten

    Halle (ots) - Die Sparkasse Mansfeld-Südharz ist offensichtlich Ziel einer international agierenden Bande von Kreditkarten-Fälschern geworden. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Sonnabend-Ausgabe). Das Kreditinstitut hat nun vorsorglich 800 Kundenkarten gesperrt.

    Eine Sicherheitsfirma hatte am Donnerstag an einem Sparkassenautomaten in Wimmelburg bei Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz) ein illegal installiertes Kartenlesegerät und eine Kamera entdeckt. "Das Ganze war sehr professionell gemacht. Wir gehen davon aus, dass die Fälscher im Ausland sitzen", sagte ein Polizeisprecher. "Wir haben sofort die Scheckkarten der Kunden gesperrt, die an dem Automaten aktiv waren", sagte Sparkassensprecherin Carola Frisch. Ob der Datenklau finanzielle Auswirkungen hat, könne derzeit noch nicht gesagt werden. Bislang habe es keine Kundenbeschwerden gegeben. Die Manipulationen an der Technik wurden aller Wahrscheinlichkeit nach zwischen dem 25. und 30. Juli vorgenommen. Der Schwindel wurde zufällig bei einer Routinekontrolle entdeckt. Das Geldinstitut hat die betroffenen Kunden mittlerweile angeschrieben. Heute werden Sonderöffnungszeiten in mehreren Geschäftsstellen angeboten, um Betroffenen die Möglichkeit einzuräumen, ihre Geldgeschäfte abzuwickeln.

    Erst Mitte Juni hatte die Postbank in Hannover mehrere hundert Kundenkarten in einem ähnlichen Fall gesperrt. Vorgestern war in Leipzig ein manipulierter Automat aufgefallen. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) manipulierten Straftäter im vergangenen Jahr deutschlandweit 459 Geldautomaten. Der Schaden durch den Einsatz der danach gefälschten Karten lag im zweistelligen Millionenbereich.

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