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Mitteldeutsche Zeitung: Kandidatur für Amt des Bundespräsidenten SPD will Gesine Schwan ins Rennen schicken

    Halle (ots) - Nach der Erklärung Horst Köhler, für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident kandidieren zu wollen, wird der SPD-Parteivorstand am kommenden Montag die scheidende Präsidentin der Europa-Universität Viadrina, Gesine Schwan, als Kandidatin für das höchste Staatsamt vorschlagen. "Wenn eine Persönlichkeit wie Frau Schwan, die zu den gesell schaftlichen Grundsatzfragen etwas zu sagen hat, sich bereit erklärt, ist ihre Kandidatur für die SPD eine Selbstverständlichkeit", sagte SPD-Vorstandsmitglied Hermann Scheer der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitags-Ausgabe). Der Umstand, dass erstmals in der deutschen Nachkriegsgeschichte ein amtierender Bundespräsident mit einer Gegenkandidatur konfrontiert werde, tue "der Demokratie nur gut". Beide Kandidaten verfügten "über - wenn auch unterschiedliche - Ausstrahlungskraft", sagte Scheer weiter. In der deutschen Gesellschaft gebe es "einen großen Hunger nach demokratischen und gerechtigkeitsstiftenden Grundsätzen. Diese Bedürfnis kann Gesine Schwan stillen. Das ist eine absolut organische Kandidatur", fuhr der SPD-Umweltexperte fort. Scheer äußerte die Erwartung, dass Schwans Kandidatur auch "identitätsstiftende Signale für die SPD" ausgehen werden. "Sie ist gut für die SPD, sie ist gut für das gesamte politische System und sie ist gut für das land"", sagte Scheer.

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