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Mitteldeutsche Zeitung: Pfarrersfamilie aus Rudolstadt Grünen-Politikerinnen kritisieren in offenem Brief Bürgermeister Rudolstadts

    Halle (ots) - Die Vizepräsidentin des Bundestages, Katrin Göring-Eckardt (Grüne), und die Parlamentarische Geschäftsführerin der grünen Bundestagsfraktion, Undine Kurth, haben sich in einem Offenen Brief an den Bürgermeister von Rudolstadt, Jörg Reichl, gewandt. In dem der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe) vorliegenden Brief kritisieren sie Reichls Umgang mit dem Fall der Pfarrersfamilie Neuschäfer und seine Aussage, in Rudolstadt herrsche keine Ausländerfeindlichkeit. Die Familie war wegen fremdenfeindlicher Anfeindungen aus Rudolstadt nach Westdeutschland "geflohen". "Wir halten es für völlig verfehlt, so zu tun, als gäbe es in Rudolstadt keine Fremdenfeindlichkeit", schreiben Göring-Eckardt und Kurth. "Schließlich - und das ist ja auch sehr gut - gab und gibt es in Rudolstadt begründete Aktionen und Initiativen gegen Ausländerfeindlichkeit. Dass es notwendig und möglich ist, sich mit Vorurteilen und Intoleranz auseinanderzusetzen, haben engagierte Rudolstädterinnen und Rudolstädter oft genug gezeigt. Angesichts dieser Tatsache ist es unsinnig und schädlich, das Problem in Ihrer Stadt zu verharmlosen. Diese Bagatellisierung arbeitet nämlich denen in die Hände, die Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung erreichen wollen und die eben nicht für eine demokratische und offene Gesellschaft stehen. Daher ist es notwendig, dass wir gemeinsam gegen Rassismus und Intoleranz kämpfen müssen, alle Bürgerinnen und Bürger und mit dem Bürgermeister an vorderster Stelle."

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