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Lausitzer Rundschau: Realistische Ziele - Zur geplanten schärferen Regulierung für Verbrennungsmotoren

Cottbus (ots) - Man muss nüchtern feststellen: Bislang leistet der Verkehr keinen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele. Daran ändert auch nichts, dass Neufahrzeuge immer effizienter mit Energie umgehen und Hersteller enorme technische Fortschritte machen. Der Grund für die dürftige Ökobilanz ist schlicht, dass die individuelle Fahrleistung und der Pkw-Bestand nach wie vor zunehmen und es viele Jahre braucht, bis der gesamte Bestand von derzeit über 250 Millionen Autos in der EU ausgetauscht ist. Umso wichtiger ist, dass die EU-Kommission sich für die Zeit nach 2020 neue ehrgeizige Ziele vornimmt und dabei auch den Pkw-Bestand sowie die Lastwagen im Blick hat. Noch hält sie sich bei den konkreten Maßnahmen bedeckt. Doch es ist schon zu erkennen, dass sie realistisch ist und Augenmaß wahren will. Der Automobilbereich steckt mitten in einem technologischen Umbruch. Kein Experte kann absehen, welchem Kraftstoff, welcher Antriebstechnologie die Zukunft gehört. Wird das E-Mobil das Rennen machen? Holt die Brennstoffzelle wieder auf? Oder werden extrem auf Effizienz getrimmte Verbrenner und Selbstzünder noch über Jahre, womöglich Jahrzehnte, die Brückentechnologie sein? Niemand weiß es. Da wäre es fatal, über Fahrverbote für Diesel in der Innenstadt zu fabulieren oder schon heute den Verbrennungsmotor für die Zeit nach 2030 abzuschreiben. Da ist es sinnvoll, wenn EU, nationale Regierungen, aber auch Städte der Industrie keine Technologie vorschreiben. Hauptsache, die Werte stimmen.

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