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Lausitzer Rundschau: Die Versprengten Zur Rückkehr der RAF-Rentner

Cottbus (ots) - Es erinnert ein wenig an jene japanischen Soldaten, die man in den 70er-Jahren auf Pazifikinseln entdeckte, versteckt im Dschungel, weil sie nicht mitbekommen hatten, dass der Krieg seit 1945 zu Ende war. Nein, die RAF kommt nicht zurück, dazu fehlt jede Basis. Drei Versprengte dieses Irrtums der Geschichte haben sich mit Überfällen auf Geldtransporte nach vielen Jahren aus dem Untergrund gemeldet. Alle drei fast schon Rentner. Aber sie wollen damit weder etwas verändern noch verkünden. Am liebsten hätten sie gar keine Spuren hinterlassen. Ihr Grund war ganz banal. Sie brauchen nur Geld für den Lebensunterhalt. Die RAF, diese Revolution kleinbürgerlicher Wohlstandskinder gegen die eigene Elterngeneration, endet als Farce. Viele der ersten und zweiten Terroristen-Generation sind im sinnlosen Kampf gestorben, viele andere haben gebüßt für ihre Taten und viele sich im Nachhinein von dem Wahnsinn losgesagt. Das hat den Angehörigen der Opfer wenigstens etwas geholfen. Wenn der klägliche Rest da draußen noch irgendetwas Gutes tun will, für sich und andere, dann kommt er raus aus seinem Busch und stellt sich der Verantwortung. Im Gefängnis zwar, aber immer satt zu essen.

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