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Lausitzer Rundschau: Wasch mir den Pelz Zum Streit um die Rücknahme von Atommüll

Cottbus (ots) - Das alte Sprichwort "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" steht für Leute, die nur Vorteile aus einer Situation beziehen wollen. Also in Sachen Atomenergie die CSU, teilweise auch die CDU. Billiger Strom, hohe Konzernrenditen? Gerne. Atommüll? Bitte nach Gorleben. Allen Ernstes argumentiert die CSU gegen die Zwischenlagerung einiger weniger Atommüll-Castoren aus den Wiederaufbereitungsanlagen in England und Frankreich, der Transportweg müsse aus Sicherheitsgründen so kurz wie möglich sein. Als die Transporte noch nach Gorleben geprügelt werden mussten, hat man derlei Sorge nie gehört. Dabei soll Bayern, Verursacher eines Viertels des besagten Mülls, nur einen kleinen Teil der Altlasten zurücknehmen. Auch die CDU im Südwesten und in Hessen sperrt sich. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass sich bisher nur grün-rot oder rot-grün regierte Länder bereit erklärt haben, jeweils einige der 26 Castoren bei sich zu lagern. Also Leute, die die Atomkraft immer bekämpft haben. Sie verlangen aber, dass wenigstens ein Unionsland sich anschließt. Aber nicht ein einziges Unionsland geht bisher mit, sodass jetzt die Bundesumweltministerin eingreifen muss. Bei den Stromtrassen, Voraussetzung für die Energiewende, ist es ja auch nicht anders. Auch hier gibt es Widerstand, vor allem bei der CDU in Hessen und der CSU in Bayern. Wasch mir den Pelz. . .

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