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Lausitzer Rundschau: Erstmal ein Pflaster drauf - Brandenburg schickt zusätzliche Polizei an die Neißegrenze

Cottbus (ots) - Brandenburgs Polizei zeigt Präsenz. Das ist die gute Nachricht, vor allem für die Bürger in Guben und Forst, die unter einem deutlichen Anstieg der Kriminalität zu leiden haben. Ein großes Polizeiaufgebot auf den Straßen der Grenzstädte soll Täter abschrecken und den verängstigten Bürgern ein Gefühl der Sicherheit geben. Das ist gut und richtig, kommt angesichts der seit Wochen anhaltenden Serie von Raubüberfällen vor allen in Guben allerdings auf den ersten Blick recht spät. Innenminister Karl-Heinz Schröter verweist darauf, dass er "keine Schnellschüsse" und "keine Eintagsfliege" wollte, sondern eine abgestimmte Strategie. Die ist nun nicht gerade innovativ ausgefallen. Eine zusätzliche Hundertschaft hat es vor drei Jahren schon einmal für die Grenzregion gegeben. Im vergangenen Jahr waren es zwei zusätzliche Streifenwagen, die öffentlichkeitswirksam an die Grenze verlegt worden waren. Immer waren solche Maßnahmen zeitlich begrenzt - und sind es jetzt auch wieder. Das ist keine Lösung des Problems, es ist nur ein Pflaster, mit dem die "Wunde" überklebt und auf die Ängste der Bürger reagiert wird. Wichtiger ist, was im Hintergrund geschieht, wie die Ermittlungen aussehen, über die die Polizei öffentlich nicht sprechen will, um den Tätern keinen Vorteil zu verschaffen. Es braucht eine langfristige Strategie im Kampf gegen die Kriminellen. Ob die - diesmal - gefunden wird, bleibt abzuwarten.

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