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Lausitzer Rundschau: Pegidas Profiteure Zu den Demonstrationen in Dresden und den Reaktionen darauf

Cottbus (ots) - Fast schon ein Vierteljahr halten die Montagsdemonstrationen der besorgten "patriotischen Europäer" Dresden in den Schlagzeilen. Wohin Pegida führen soll, weiß keiner so recht. Am wenigsten die Organisatoren selbst. Wortführer Lutz Bachmann ist ein Mann mit viel Ego, aber ohne Botschaft. Doch die zuletzt 18 000 Demonstranten wollen etwas hören. Schon beim bizarren Liedersingen vor Weihnachten schienen die Pegida-Organisatoren die Kontrolle zu verlieren, als Bühnenredner offen Politiker beschimpften. Was begann als cooler Flashmob mit Wachstumspotenzial, wird den Machern selbst langsam unheimlich. Ohnehin, politisch verwertet wird Pegida längst anderswo: Die SPD-Altgrößen Schröder, Schmidt und Platzeck distanzieren sich wortreich. Die FDP sucht im Sorgen- und Beschwerden-Sammelsurium von Pegida Futter für ihr Comeback. Die AfD sieht die Chance, sich als politischer Arm Tausender Demonstranten zu legitimieren. Im Juni wählt Dresden einen neuen Oberbürgermeister. Die AfD, die im Stadtparlament keine Rolle spielt, könnte mit Unterstützung der Pegidisten einen halbwegs aussichtsreichen Kandidaten aufstellen. Auch darum wird es wohl gehen, wenn sich Fraktionschefin Frauke Petry heute mit Bachmann trifft. Doch ob die vielen Demonstranten dann einfach montags zu Hause bleiben?

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