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Lausitzer Rundschau: Ein deutliches Signal Zum Antidoping-Gesetz der Bundesregierung

Cottbus (ots) - Sport ist Mord. In Sachen Doping bekommt dieser beliebte Satz eine besonders treffende Bedeutung: Ob Profi oder Amateur, wer dopt, geht volles Risiko, gesundheitliche Schäden davonzutragen. Und wer beim Dopen wie auch immer hilft, nimmt dies billigend in Kauf. Es ist gut, dass die Bundesregierung dagegen jetzt mit einem Gesetz vorgehen will und die Sportgerichtsbarkeit strafrechtlich flankiert. Das hat auch eine nicht zu unterschätzende Signalwirkung in die Breite: Nicht nur die ungeliebten Funktionäre, sondern auch der Staat will saubere Athleten. Gut so. Ansonsten wird der Sport seiner gesamtgesellschaftlichen Aufgabe und gerade im Profibereich seiner Vorbildfunktion nicht gerecht. Und er verliert an Glaubwürdigkeit: Wer will heute noch die Tour de France sehen, seitdem Jan Ullrich, Lance Armstrong und viele mehr als üble Doper enttarnt worden sind? Solche Machenschaften entziehen dem Profisport sogar die wirtschaftlichen Grundlagen. Der Radbereich kann davon ein Lied singen. Wie wirksam die gestern vorgestellten Regelungen sein können, wird in den nächsten Wochen noch diskutiert werden. Richtig ist, dass der Staat es sich nicht erlauben darf, die Dopingbekämpfung allein dem Sport zu überlassen. Und genauso richtig ist, dass der Kampf gegen Pillen und Spritzen nicht zur Alibi-Veranstaltung werden darf. Deswegen sieht der Entwurf auch harte Strafen vor. Sie dienen vor allem der Abschreckung.

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