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Lausitzer Rundschau: Gefährlicher Krempel Zum Streit über die Grenzwerte bei Spielsachen

Cottbus (ots) - Studien und Tests belegen regelmäßig, dass es viele sichere und schadstoffarme Spielsachen für Kinder gibt, die für Eltern an den offiziellen Gütesiegeln zu erkennen sind. Aber eben nicht nur: Puppen, Glitzer-Ponys, Modellzüge, die Liste der Dinge, die extrem stark mit krebserregenden Schwermetallen wie Cadmium, Quecksilber, Arsen oder Blei versetzt sind, ist ebenfalls lang. Hinzu kommen oft zu hohe Dosierungen von Weichmachern, die zum Beispiel die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Und fast immer ist Spielzeug aus China betroffen. Das ist seit Jahren bekannt. Der Streit um die Grenzwerte ist daher einer um des Kaisers Bart - denn je nach Bewertungsmethode gelten mal die deutschen, mal die EU-Werte als sicherer. Streng sind sie aus europäischer Sicht alle. Die Grenzwerte sind also nicht das zentrale Problem. Sondern ihre Überwachung. Vor allem bei den Importen. Deshalb läuft die Auseinandersetzung zwischen Bundesregierung und EU ins Leere. Auch Regierungsexperten verhehlen nicht, dass die lokalen Behörden ihre Schwierigkeiten mit dem globalen Spielzeugmarkt haben. Vieles wird im Internet verkauft und dort als Sonderposten verramscht. Gesundheitsgefahr inklusive. Die Ämter sind häufig überfordert mit der Kontrolle, es fehlt Personal, es hapert an wissenschaftlichen Kenntnissen. Außerdem liegt einiges bei der behördlichen Vernetzung der Bundesländer im Argen. Wer also mehr gegen die gesundheitliche Gefährdung durch Spielsachen tun will, muss seinen Ansatz erweitern; der sollte vor allem dafür sorgen, dass der gefährliche Krempel gar nicht erst auf die hiesigen Märkte kommt - und danach in Kinderhände.

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