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Lausitzer Rundschau: Nicht mehr als ein Silberstreif Was der RUNDSCHAU-Bahnhofstest zutage fördert

Cottbus (ots) - Zunächst mag es wie starker Tobak klingen: Die Deutsche Bahn lässt Haltepunkte in der Lausitz verrotten! Doch der Fahrgastverband "Pro Bahn" legt eher den Finger in jene Wunde, die selbst für manch Vielfahrer nicht sofort sichtbar wird. Denn wer aus der Lausitz etwa nach Berlin pendelt - wenn kein Schienenersatzverkehr ist -, der kommt an den Spreewaldbahnhöfen Lübben und Lübbenau vorbei - Vorzeige-Haltepunkte für die Bahn, die Städte und auch für das Land. Gemeinsam mit Cottbus bildet dieses Duo aber nur den berühmten Silberstreif am Horizont. Was sich im RUNDSCHAU-Bahnhofstest sonst noch offenbarte, ist zum Teil erschütternd. Der Bahnhof von Calau - durch den Schienenersatzverkehr nach Berlin verstärkt im Fokus - gleicht einer verfallenen Bruchbude. Einheimische sagen beinahe sarkastisch: Wir sind froh, dass überhaupt noch Züge hier halten. Wer aber Calau als Gast zuerst durch den Bahnhof zu Gesicht bekommt, der möchte auf der Ferse kehrt machen. Mag sein, dass die Deutsche Bahn nicht allein dafür verantwortlich ist. Aber sie ist vielerorts Eigentümer und zeigt offenkundig keine großen Anstrengungen, Städte und Land mit ins Boot sowie Geld in die Hand zu nehmen, den miserablen Zustand zu beenden. Sie will Geld verdienen, und das geht offenbar auch mit verrotteten Bahnhöfen.

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