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Lausitzer Rundschau: Mühsame Korrektur Bildungsvergleich der Bundesländer im Sprachunterricht

Cottbus (ots) - Der jüngste Bildungsvergleich in Deutsch und Englisch lässt Brandenburg schlecht aussehen. Das Land belegt durchweg hintere Plätze. Sachsen, das bisher schon als Bildungsmusterknabe galt, schneidet im Lesen und Schreiben in Deutsch wesentlich besser ab. In Englisch sieht es jedoch im Freistaat genau so finster aus wie in Brandenburg und allen anderen neuen Bundesländern. Die Ursachen für die Englischmängel sind historischer Natur. Die Sprache wird im Osten von vielen umgeschulten Lehrkräften unterrichtet, deren Sprachkompetenz nicht mit westdeutschen Kollegen vergleichbar ist. Auch die Eltern sprechen im Osten seltener Englisch und können ihren Kindern deshalb kaum helfen. Nur die schrittweise Einstellung junger, gut ausgebildeter Englischlehrer wird dieses Ost-West-Gefälle abbauen. Anders sieht es bei den Differenzen in Deutsch aus. Das schlechte Abschneiden Brandenburgs ist hausgemacht. Im Freistaat können die Schulen auf eine lange Kontinuität der Strukturen und verbindliche Leistungskriterien zurückblicken. Das zahlt sich jetzt aus. Brandenburg krankt dagegen noch immer an den Folgen anfänglichen Reformeifers und einem besonders starken demografischen Umbruch in der Schullandschaft. Abgeschaffte verbindliche Leistungskriterien werden seit Jahren schrittweise wieder eingeführt. Doch Änderungen im Schulsystem zeigen erst nach vielen Jahren Wirkung. In Naturwissenschaften hat Brandenburg aufgeholt. Bei der Verbesserung des Deutschunterrichtes sind jetzt Konsequenz und Ausdauer gefragt.

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