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Lausitzer Rundschau: Erleichtert Die Luftfahrtmesse ILA bleibt in Brandenburg

Cottbus (ots) - Es ist noch einmal gut gegangen. Die Internationale Luftfahrtausstellung (ILA) 2010, die am Dienstag in Schönefeld beginnt, wird nicht die letzte in Berlin-Brandenburg sein. Damit bleibt die zusammen mit der Internationalen Funkausstellung IFA, der Grünen Woche und der Tourismusmesse ITB größte Wirtschaftsschau der Region erhalten. Alle zwei Jahre spült sie nach Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle 160Millionen Euro Kaufkraft nach Brandenburg und Berlin. Der zuletzt verbliebene Bewerber Leipzig-Halle geht leer aus. Dass der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) die Ausrichtung der ILA überhaupt neu ausschreiben musste, lag an der sehr zögerlichen Entwicklung eines neuen Standortkonzeptes durch die politischen Akteure in Berlin und Potsdam. Denn die Messe muss in Schönefeld 2012 dem neuen Flughafen weichen und wird ins benachbarte Selchow verlegt. Berlin und Brandenburg wollen 27 Millionen Euro in die infrastrukturelle Erschließung des neuen Geländes investieren - ohne Gebäude. Die Flächen gehören den Stadtgütern Berlins. Der ILA-Bewerber Sachsen wird enttäuscht sein, denn er war überzeugt, die besseren Voraussetzungen zu bieten. Aber der BDLI war stark an Berlin interessiert, an der für viele Aussteller interessanten Nähe zur Bundespolitik. Daher die Entscheidung für Selchow, die von den Wirtschaftsverbänden der Region erleichtert aufgenommen wurde. Berlin und Brandenburg wollen gemeinsam nach München und Hamburg-Bremen das dritte große Zentrum der deutschen Luftfahrtindustrie werden. Schon jetzt arbeiten hier rund 16 000 Menschen in der Luftfahrtbranche. Auch deshalb ist die ILA wichtig für den Standort.

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