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Lausitzer Rundschau: Nach dem Scheitern des "Top-Kill"-Versuchs: Barack Obamas große Chance

Cottbus (ots) - Was als "Top Kill", als großer Schlag gegen die sprudelnde Ölquelle in der Tiefe des Golfs von Mexiko, angekündigt war, ist wirkungslos verpufft. Präsident Obama ist "zutiefst enttäuscht, fassungslos und verärgert". Selbst der mächtigste Mann der Welt steht der menschengemachten Katastrophe hilflos gegenüber. Die Suche nach fossilen Brennstoffen wird immer risikoreicher. Immer öfter stößt die Menschheit mit verheerenden Folgen an die Grenzen des derzeit technisch Machbaren. Der Ölteppich hat Barack Obama "erreicht". Die Katastrophe im Golf von Mexiko wird immer mehr auch zur persönlichen Katastrophe des US-Präsidenten. Gleichzeitig bietet sie Obama aber eine überraschende Chance, das Heft des Handels wieder in die Hand zu nehmen. Nach seinem Amtsantritt hatte er einen Wandel in der Energiepolitik der USA angekündigt. Mit den schrecklichen Folgen der "Deepwater-Horizon"-Katastrophe im Rücken könnte dem angeschlagenen Präsidenten beim Klimapolitik-Wandel sogar noch der große Wurf gelingen. Der öffentliche Widerstand gegen eine schrittweise und unumkehrbare Abkehr vom bisherigen fossilen Weg hin zu erneuerbaren Energien dürfte für einige Zeit so leise werden wie noch nie, selbst im ölverliebten Amerika. Der Präsident wird viele Unterstützer für den großen Wandel finden. Obama hat es nun in der Hand. Es ist der beste Zeitpunkt, sein richtungsweisendes Klimaschutz-Gesetzeswerk durchzuboxen. Das ist gut für uns alle. Die Vorgaben Amerikas in Sachen Klimaschutz könnten wegweisend sein für die gesamte industrialisierte Welt.

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